MOHNBACK – ES GEHT AUCH OHNE DR. OETKER!

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Weihnachten stand vor der Tür, und ich wollte einen deutschen Mohnstollen backen.

Ich schaute mir also zahlreiche Rezepte in meinen deutschen Kochbüchern und im Internet an.

Die meisten führen “Mohnback” als notwendige Zutat auf, eine Fertigmischung, die man in jedem anständigen deutschen Supermarkt bekommt.

Deutsche sind gut dran, sie brauchen sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, was darin sein könnte. Aber was soll man als armer Emigrant im Mohnback-losen Ausland machen?

Ach, Dr. Oetker, der du nicht nur gestressten Hausfrauen mit der Erfindung einzeln abgepackten Backpulvers geholfen, sondern auch Mohnback in deinen Fabriken zusammengebraut hast – warum ueberschwemmst du den US-Markt mit Brownie-Mischungen und nicht mit Mohnfüllungen?

Amerikaner können Brownies sehr gut allein, ohne deutsche Hilfe, aber wo gibt’s bloss das geheimnisvolle Mohnback?

Schliesslich hat mich Google, der Helfer der Ahnungslosen, zu einem Mohnbackrezept geführt. Es war sogar verblüffend einfach. Ich musste nur den Mohn dafür mahlen, aber meine Kaffeemühle hat das im Nu erledigt.

Gemahlene Mohnsaat – die Kaffeemühle machts möglich!

MOHNBACK
(440 g)

250 ml Milch
2 EL Weizengriess
250 g gemahlener Mohn (klappt gut mit einer Kaffeemühle)
2 EL Honig
1 Prise Salz
1 Eigelb
100 g Rosinen
20 g Mandelblättchen

Milch in einem Topf aufkochen lassen. Griess hineinrühren. Von der Herdplatte nehmen und alle übrigen Zutaten hineingeben. Gut vermischen.

In einem geschlossenen Behälter hält sich Mohnback 1 Woche lang im Kühlschrank.

Mohnstollen: gefüllt mit Mohnback

4 thoughts on “MOHNBACK – ES GEHT AUCH OHNE DR. OETKER!

  1. ABSOLUT super – vielen vielen Dank!! Auch hier in Belgien gibt es kein “Mohnback” für Mohn-Streusel-Kuchen und ich hatte bisher nix im Internet gefunden… (Ich bin übrigens auch gebürtige Hanseatin (aus Bremen) und bin gerade dabei, mein food blog auch zweisprachig (D-E) zu schreiben)!

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  2. Ich habe dieses Rezept vor Jahren mal im Internet gefunden, es scheint aber verschwunden zu sein, jedenfalls konnte ich keinen Link zu dem ursprünglichen Rezept in meinen Post aufnehmen.
    Zweisprachig zu schreiben macht Spass, beide Posts sind auch nie ganz gleich. Interessant finde ich auch, wer sich was anschaut, ich hätte z.B. nie gedacht, dass meine deutschen Posts offenbar auch von vielen Auslandsdeutschen gelesen werden.

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